Einträge mit dem Tag 'Flora'

Haareis

Haareis, manchmal auch Eiswolle  genannt, besteht aus feinen Eisnadeln, die sich bei geeigneten Bedingungen auf morschem und feuchtem Totholz bilden können. Anders als Hydrometeore (zum Beispiel Raureifkristalle) entsteht Haareis aus dem im Holz enthaltenen Wasser, nicht aus Luftfeuchtigkeit
Wissenschaftlich ist die Entstehung des nur selten zu beobachtenden Haareises noch wenig erforscht. 1918 beschrieb der Meteorologe Alfred Wegener Haareis auf nassem Totholz.
Haareis durch das Myzel winteraktiver Pilze (u. a. Schlauch- und Ständerpilze) ausgelöst, deren aerober Stoffwechsel (Dissimilation) Gase produziert, die das im Holz vorhandene leicht unterkühlte Wasser an die Oberfläche verdrängen  Dort gefriert es und wird durch nachdrängende, beim Austritt aus dem Holz ebenfalls gefrierende Flüssigkeit weitergeschoben . Dies geschieht ausschließlich bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, wenn das Wasser im Holz noch nicht gefroren ist, es an der geringfügig kälteren Umgebungsluft jedoch gefriert. Eine Randbedingung für die Haareisbildung ist außerdem hohe Luftfeuchtigkeit.

Judasohren

Der Apostel Judas soll sich der Legende zufolge nach der Verurteilung Jesu an einem Holunderbaum erhängt haben. Da Judasohren besonders häufig an diesem Substrat wachsen und durch sein ohrförmiges Aussehen erhielt der Pilz diesen deutschen Namen.

Hinter eines Baumes Rinde…

…wohnt die Made mit dem Kinde.
(Heinz Erhardt: Die Made)

Junger Birkenporling

Der Birkenporling gehört zu den Heil ~ und Vitalpilzen und hat viele Eigenschaften, die wohltuend für unseren Körper sind. Pilze zu sammeln ist immer ein leidenschaftliches und sinnliches Erlebnis. Der Birkenporling ist das Antibiotikum der Steinzeit und schon Ötzi hatte ein Stück Birkenporling um seinen Hals. Wissenschaftler vermuten, dass schon Ötzi diesen Pilz als Reiseapotheke verwendete. Er ist ein sehr wirkungsvoller Pilz gegen Magenleiden und wird bis heute dazu verwendet. Der Birkenporling besitzt entzündungshemmende, blutstillende, antivirale und antibiotische Eigenschaften. In dünne Scheiben geschnitten, dient er als blutstillende und keimreduzierende Wundauflage. Er wurde gerne für die Scheiden der Messer genommen, weil er vor Rost schützt. Es kann mit diesem Pilz auch Silber zum Glänzen gebracht und Messer geschärft werden. Der Birkenporling ist jung essbar, aber wegen seiner Bitterkeit nicht gerade ein Genuss.

Birkenporlinge

Piptoporus betulinus wächst als Schwächeparasit konsolenartig auf toten oder krankheitsgeschwächten Stämmen der Birke. Dabei ist es gleich, ob der besiedelte Baum noch steht oder bereits niedergestreckt daliegt.

Paprika

Auf der Fensterbank gewachsen

Dickblättriger Schwärz-Täubling (Russula nigricans)

Der Dickblättrige Schwärz-Täubling ist wegen des harten und wenig aromatischen Fleisches ein ausgesprochen minderwertiger Speisepilz, der nur im ganz jungen Zustand gegessen werden sollte.

Helmlinge

Die Helmlinge (Mycena) sind eine Pilzgattung mit kleinen Fruchtkörpern aus der Familie der Helmlingsverwandten. Die Gattung enthält allein in Europa über 100 Arten. Meist sind es kleinere bis winzige, zarthäutige Pilze. Sie leben saprophytisch auf dem Boden oder an totem Holz. Einige Helmlinge haben schön gefärbte Hüte, andere fallen durch ihre gefärbten Lamellenschneiden auf, da die auf ihnen sitzenden Zystiden Pigmente enthalten. Es gibt auch Helmlinge, die bei Verletzung einen weißen oder farbigen Milchsaft absondern und Arten die Biolumineszenz zeigen

Heckenrose

Die Rosa canina (Heckenrose, auch Hundsrose oder Hagrose genannt) ist eine ursprünglich in Europa beheimatete Art und kommt also von Natur aus bei uns vor. Die Heckenrose wird 1,5 bis 2 Meter hoch und gedeiht am besten auf nährstoffreichen, nicht zu sauren Böden. Die Stacheln sorgen dafür, dass diese Art nicht von Tieren angefressen wird.

Leimkraut

Obwohl die Blüten den ganzen Tag geöffnet sind, verströmen sie nur in den Nachtstunden einen kleeartigen Duft, um die Insekten anzulocken. An den Nektar, tief in ihrem Kelch, kommen nur langrüsselige Bienen und Nachtfalter. Hummeln umgehen diese Hürde, indem sie ein Loch in den Kelch beißen, um an den Nektar zu gelangen, dabei wird die Blüte aber nicht befruchtet.
Die Ausbreitung der Samen wird durch Selbst- und Windausbreitung bewirkt.