Ein neues Foto im Foto-Album Spinnen

Der Ammen-Dornfinger ist eine überwiegend nachtaktive Spinnenart und hält sich am Tage versteckt. Sie lebt in einer Höhe um einen halben bis einen ganzen Meter im Gras. Dort webt sie sich ein rundum geschlossenes Wohngespinst aus zusammengesponnen Grashalmen und Spinnenseide. Dieses Gespinst gleicht einem Sack, besser einem Schlafsack, was auch der Grund dafür ist, dass sie sehr häufig in die Familie der Sackspinnen eingeordnet wird, denn diese Art von Wohnsack ist typisch für diese Spinnen-Familie. In dem Gespinst leben die Geschlechter eigentlich einzeln, vor und wärend der Paarungszeit kommen die Paare jedoch zusammen und bewohnen ein größeres Gespinst gemeinsam. Das Weibchen spinnt einen zweikammerigen Sack, das Männchen bringt dann zur Paarungszeit eine weitere Glocke daran an. Jedes Wohngespinst wird nur wenige Tage genutzt und hat ein bis zwei Öffnungen, zur Häutung wird der Gespinstsack komplett verschlossen. Gegenüber Menschen sind die Ammen-Dornfinger eher scheu und ziehen sich bei Störung zumeist in das Wohngespinst zurück, während der Paarungszeit und besonders wärend der “Reifezeit” der Eier und der jungen Spinnen sind die Weibchen jedoch sehr aggressiv und drohen dann auch dem Menschen. Kommt man dem Gespinst, wenn auch unbeabsichtigt, noch näher, wird das Weibchen sich nicht scheuen zuzubeißen.
Der Ammen-Dornfinger ist die einzige wirklich gefährliche Spinne in Deutschland.
Nach einem Biss sollte ein Arztbesuch keineswegs umgangen werden, ein Antiallergikum ist ebenfalls anzuraten. Sie hat nach der in Südeuropa einheimischen Schwarzen Witwen der Gattung Latrodectus das vielleicht stärkste Gift europäischer Spinnen.
EXIF-Daten:
leider nicht verfübar
Tags: Neue Fotos von eigil
Keine Kommentare »