Fotosafari Hamburger Hafen
Am 10. November 2007 besuchte mich mein Vater, um mit mir und meinem Bruder einen Fototag am und im Hamburger Hafen zu verbringen. Da ich meinen Vater kenne, war mir bewusst, dass Wind und Wetter ihn nicht davon abhalten würden, sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht das Beste und Meiste aus diesem Tag herauszuholen, was fotografisch herauszuholen war.Der Zeitplan war also eng gesteckt und so war es angesichts des typischen Hamburger Schmuddel-Wetters nicht verwunderlich, dass die Stimmung bei meinem Vater zunächst wie der Himmel war - leicht bewölkt. Doch glücklicherweise klarte es etwas auf, so dass die immer vorsorglich zum Schutz der Ausrüstung mitgeführten Plastiktüten in der Jackentasche bleiben konnten.
Noch besser wurde die Stimmung, als wir die Alternative zu einer doch recht teuren Hafenrundfahrt entdeckten: Die Hafenfähren des HVV, bei denen die Fahrt auch zum Normalpreis nur ein gutes Zehntel einer Hafenrundfahrt kosteten, waren zu allem Überfluss auch noch mit dem Schöne-Wochenende-Ticket, das mein Vater für die Zugfahrt von Flensburg nach Hamburg gelöst hatte, ohne Aufpreis zu benutzen. Statt also jeder einzeln 12 Euro für eine Hafenrundfahrt hinzublättern, bezahlten alle zusammen nichts. Kurzentschlossen wählten wir also die Hafenfähre von den Landungsbrücken nach Finkenwerder (und zurück) und verbrachten so fast eine ganze Stunde auf dem Wasser.
Sofort nach dem Einchecken zu unserer Mini-Kreuzfahrt in den großen Hafenbecken zog es uns natürlich auf das Sonnendeck, das aufgrund der doch recht kühlen und steifen Brise bei uns sofort den Namen Winddeck weg hatte. Doch es half nichts- um gute Motive muss man eben kämpfen und so einiges ausstehen. Als erfahrener Safari-Leiter ging mein Vater natürlich mit gutem Beispiel voran und stellte sich mit seiner Ausrüstung den Elementen.
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Und er hatte Recht- es gab auf der Fahrt mehr als nur ein gutes Motiv zu fotografieren. Die Fahrt der Hafenfähre führt am Fischmarkt, der Hafenstraße, Buchardikai, dem Museumshafen Övelgönne, dem Ankerplatz der Bugsierschiffe (das sind die Schiffe, die andere Schiffe in den Hafen helfen, wenn sie nicht gerade zum Hafengeburtstag Walzer tanzen), dem schiffförmigen Bürogebäude direkt an der Elbe, den Sandstränden von Teufelsbrück und Blankenese und nicht zuletzt - je nach Glück - an einer nicht unbeträchtlichen Anzahl von großen Schiffen vorbei.
Eine Vielzahl von Motiven also, die die doch erstaunlich lange Fahrzeit einfach so verfliegen lässt. Obwohl wir in Finkenwerder erst gar nicht ausgestiegen sind, kommen wir erst nach etwas mehr als einer Stunde ziemlich durchgefroren wieder an den Landungsbrücken an. Auch wenn die Motive, die wir unterwegs nicht oder nur unzureichend würdigen konnten, uns zuzurufen scheinen, noch eine Rundfahrt anzutreten, entscheiden wir uns mit roten Ohren und gut gefüllten Speicherchips erst einmal für eine schöne warme Tasse Kaffee.






Schöne Fotos!
Liebe Grüße aus Hamburg!
Stefan